Warum polnische Pflegekräfte so gefragt sind
Pflegekräfte aus Polen genießen einen hervorragenden Ruf: Sie sind erfahren, engagiert und empathisch. Aufgrund ihrer kulturellen Nähe zu Deutschland und ihrer häufig guten Sprachkenntnisse integrieren sie sich schnell in deutsche Haushalte. Besonders für die 24‑Stunden Betreuung im eigenen Zuhause sind sie eine beliebte Wahl – sowohl wegen ihrer Kompetenz als auch wegen der vergleichsweise niedrigen Kosten.
Zwei Modelle – Entsendung oder Direktanstellung?
Es gibt zwei rechtlich zulässige Wege, eine Pflegekraft aus Polen in Deutschland zu beschäftigen:
1. Entsendung über eine Agentur: Hierbei ist die Pflegekraft in ihrem Heimatland, z. B. Polen, sozialversicherungspflichtig angestellt. Die Entsendung nach Deutschland erfolgt im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit. Die Agentur kümmert sich um Verträge, Versicherungen und Organisation. Sie haftet für die Einhaltung gesetzlicher Regelungen.
2. Direktanstellung durch die Familie: In diesem Fall wird die Betreuungskraft direkt von der deutschen Familie angestellt. Sie ist dann Arbeitgeber mit allen Pflichten: Lohnabrechnung, Versicherung, Steuer, Arbeitsrecht. Dieses Modell erfordert viel administrativen Aufwand und birgt Risiken, wird aber seltener gewählt.
A1-Bescheinigung – der wichtigste Nachweis
Die sogenannte A1-Bescheinigung bestätigt, dass die Betreuungskraft im Heimatland sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Dieses Dokument ist gesetzlich vorgeschrieben und bei Kontrollen vorzuzeigen. Fehlt es, droht eine Einordnung als illegale Beschäftigung – mit rechtlichen und finanziellen Konsequenzen.

Sozialversicherung, Krankenversicherung und Mindestlohn
Entsendete Pflegekräfte sind in ihrem Heimatland kranken- und sozialversichert. Zusätzlich muss die Entlohnung mindestens dem deutschen Mindestlohn entsprechen – derzeit 12,41 € pro Stunde (Stand 2025). Bereitschaftsdienste zählen zur Arbeitszeit und müssen berücksichtigt werden. Seriöse Agenturen halten sich an diese Regeln und dokumentieren die Einhaltung transparent.
Arbeitszeiten und rechtliche Rahmenbedingungen
Eine 24‑Stunden Pflege bedeutet nicht, dass die Betreuungskraft durchgehend arbeiten darf. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt maximal 48 Stunden pro Woche plus Bereitschaftsdienst. In der Praxis bedeutet dies einen Wechsel zwischen aktiven Arbeitszeiten, passiver Rufbereitschaft und ausreichend Ruhepausen.
Vertragsinhalte – worauf Sie achten sollten
Ein rechtskonformer Vertrag sollte folgende Punkte enthalten:
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- Angaben zur Agentur und zur Pflegekraft
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- genaue Tätigkeitsbeschreibung
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- Vergütung, Arbeitszeit, Urlaubsanspruch
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- Kündigungsfristen, Vertretungsregelung
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- Regelungen zur Kost und Logis
Gute Agenturen bieten Verträge in deutscher Sprache, übernehmen die Haftung bei Verstößen und garantieren eine transparente Kostenstruktur.
Qualitätssicherung und Kontrolle
Eine legale Anstellung allein genügt nicht – auch die Qualität der Betreuung ist entscheidend. Achten Sie bei der Auswahl der Agentur auf folgende Kriterien:
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- Persönliche Erreichbarkeit
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- Möglichkeit des Pflegekraftwechsels
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- Feedbackschleifen und Kontrollgespräche
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- Erreichbarkeit bei Problemen (24/7-Hotline)
Senio‑Life führt regelmäßige Qualitätskontrollen durch und steht Familien während der gesamten Betreuungszeit beratend zur Seite.
Checkliste: Legale Beschäftigung auf einen Blick
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- Entsendung oder Direktanstellung wählen
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- A1-Bescheinigung prüfen
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- Mindestlohn einhalten
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- Arbeitszeiten dokumentieren
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- Vertrag vollständig ausfüllen
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- Rücksprache mit Steuerberater oder Anwalt bei Unsicherheiten
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- Betreuungskraft bei Anreise empfangen und einarbeiten
Häufige Fehler vermeiden
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- Keine A1-Bescheinigung: führt zu illegaler Beschäftigung
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- Unklare Arbeitszeiten: kann zu Überforderung und Vertragsbruch führen
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- Fehlende Versicherung: erhöht das Risiko im Krankheitsfall
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- Keine Vertretung: Problem bei Ausfall der Pflegekraft
Stimmen aus der Praxis
„Dank der Unterstützung von Senio‑Life hatten wir innerhalb von 6 Tagen eine passende Betreuungskraft. Alles war rechtlich sicher – das war uns besonders wichtig.“ – Familie Neuhaus, Kassel
„Unsere Pflegekraft ist nicht nur kompetent, sondern auch perfekt integriert. Die rechtlichen Rahmenbedingungen wurden uns transparent erklärt.“ – Herr Reinhardt, Nürnberg
Fazit – mit Sicherheit versorgen
Eine polnische Pflegekraft legal zu beschäftigen ist absolut möglich – vorausgesetzt, man kennt die Regeln oder verlässt sich auf einen seriösen Partner. Senio‑Life bietet Ihnen nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern auch einfühlsame und professionelle Betreuung.
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